KIU Kunstpreis

Für den 2008 verliehenen  1. KIU-Kunstpreis im Rahmen von art 2.0 nominierte die Jury sieben Künstler:

TwinsChristiane Lünskens: Blog/Doku zum Projekt „305 to 226“

Während einer Reise durch die USA hat Christiane Lünskens ihre Begegnungen und Erlebnisse des Tages in 24 kleinen Bildern festgehalten, die sie an öffentlich zugänglichen Orten zurückließ. Die Finder waren aufgefordert, ein Bild von sich und dem Kunstwerk in ihrem Blog zu veröffentlichen. Als „Twins“ wurden alle Bilder von Christiane Lünskens reproduziert und mit neuen Geschichten und Bezügen zu den Findern kombiniert. Die Bilder wurden bereits in der Berliner Akademie für Malerei ausgestellt, für 2008 ist eine Fortsetzung des Projekts in Europa geplant.

http://www.305to226.blogspot.com

Drahtkunst von Stephan BrennStephan Brenn: Drahtkunst zum Begriff „Alltag“

Gefundene Drahtobjekte inspirieren Stephan Brenn zu immer neuen Ideen. Für art 2.0 möchte er mit dem Begriff „Alltag“ arbeiten. „Es sind ungewollte, überflüssige und übrig gebliebene Objekte, die in ihrer ursprünglichen Gestalt deformiert wurden. Sie haben Zufallsformen angenommen, die per se jedoch auch logischen Gesetzen folgen. Im Nutzungsprozess werden ihre Gebrauchsformen umgeformt, dekonstruiert. (…) Gleichzeitig visualisieren sie die Magie ihres Verwandlungsprozesses vom funktionalen Gegenstand zum achtlos weggeworfenen und doch unbewusst gestalteten ästhetischen Objekt.“, so Tobias Hoffmann, der Leiter des Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt, wo Brenn seit Juli 2007 mit einer Drahtzeichnung vertreten ist.
http://www.stephan-brenn.de

Terrorist Fragezeichen Onlineredakteure FH Köln: 4YEO-Lebenswelt_Computer

Das Projekt ist unter Leitung von Prof. Konrad Scherfer und Dipl.-Des. Anja Bohnhof im Sommersemester 2007 umgesetzt worden. 24 Studenten haben über eine fotografisch-künstlerische Umsetzung 21 individuelle Positionen zum Thema „Lebenswelt Computer“ unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen erarbeitet. Das Phänomen Web 2.0 findet in nahezu allen entstandenen Arbeiten in sehr verschiedenen Ansätzen Berücksichtigung. Eine konzeptionelle Auseinandersetzung über das Medium Fotografie definiert die künstlerische Vorgehensweise. Das Projekt ist online einsehbar unter
http://www.lebenswelt.or3.de

spectaculartakeoverbattleFlorian Kuhlmann: Digitale Malerei und Web als Leinwand

Als freischaffender Medienkünstler, selbstständiger IT-Berater und Multimediaentwickler mit dem Schwerpunkt computer- und netzbasierte Projekte spricht Florian Kuhlmann sowohl die Sprache der Designer als auch der Coder. Bei art 2.0 präsentiert er “spectaculartakeoverbattle” in der Offline-Version. Das Bild entstand nur am Rechner, das Material sammelte er im Netz und kombinierte es zu einer neuen Arbeit. Während der gesamten Produktionszeit bleiben Bilder und Ressourcen auf dem Rechner. Die fertigen digitalen Bilddateien werden als Originale zum Download bereitgestellt und kehren wieder dorthin zurück, wo sie hingehören: ins Netz.
http://www.floriankuhlmann.com

Sequenz
Renate Goretzki: Multimedia-Projekt „Sequenz”

Das modular aufgebaute Multimedia-Projekt „Sequenz“ setzt sich mit der gesellschaftlichen Rolle des Web 2.0 auseinander und beruht auf Interaktivität. Videoaufnahmen von Menschen in bestimmten Bewegungsabläufen vor spezifischen Hintergrundmotiven dienen als Basis und Vorgabe für weitere Beiträge und Kommentare im Netz. Das Projekt bleibt längerfristig im Netz, Videos können dort direkt hochgeladen werden. Renate Goretzki beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Zeichnung und Malerei und ist in den Bereichen Kunstvermittlung, Multiplikatorenfortbildung und Konzeption von Ausstellungen tätig, unter anderem für das Erzbistum Köln.
http://www.renate-goretzki.de
http://www.gotoart.de

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Maximilian Erbacher: New Folksonne

In Fortsetzung seiner Werkgruppe „Heute bin ich Dein Freund – Today I am your Friend“ plant Maximilian Erbacher eine Installation aus Kirmesportal und Demo-Bannern. Das Konzept setzt sich mit einem zentralen Element der neuen Internetgeneration auseinander: Freunde finden und Teil einer Gemeinschaft, einer Community zu werden. Das Konzept entstand 2003 und wurde u.a. in der Kölner Galerie Mirko Mayer präsentiert. Der 1970 geborene Künstler hat nach dem Abschluss eines Grafikstudiums den “Master of Arts” an der University of Ulster in Belfast erhalten und 2003 an der Kunsthochschule für Medien in Köln bei Valie Export und Jürgen Klauke mit Abschluss postgraduiert.
http://www.maxerbacher.de
http://www.mirkomayer.com

Start CookieOliver Held: Aktion „Cookie“

„Das Netz ist der größte öffentliche Raum mit den kürzesten Entfernungen“. Ihn mit der Nicht-Virtualität in Verbindung zu setzen, ist die Idee hinter „Cookie“: Am 5. Mai 2008 verließ Oliver Held sein Atelier in Ehrenfeld und startete mit einem Skateboard zu sechs Bürgerämtern der Stadt Köln. Das Blöde: er kann gar nicht Skateboard fahren. Also war er auf die Mithilfe freundlicher Passanten angewiesen, die ihn ein Stück ziehen. Seine auf diesem Weg geknüpften Bekanntschaften wird er auf Fotos und per Video dokumentieren. Oliver Held war u.a. Meisterschüler bei Prof. Lutz Mommartz an der Kunstakademie Münster und hat seit 1994 bereits zahlreiche Videos, Videoobjekte und Installationen z.B. in Chicago, Amsterdam, Düsseldorf und Münster präsentiert.
http://www.oliverheld.net

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