Über art 2.0

art 2.0 ist eine Kulturoffensive zum Thema „ Technik, Wirtschaft und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“. Im Zentrum ihrer Aktivitäten steht die Kunst als Metaebene für kreative und kommunikative Prozesse. Über Ausstellungen, Filmabende, Vorträge und (Mini-)BarCamps vermittelt art 2.0 Fakten und diskutiert Fragen für den gemeinsamen Blick hinter den Monitor:

  • Wofür brauchen wir das Netz?
  • Wie können wir es mitgestalten?
  • Verändert das Internet unser Denken und Handeln?
  • Fördert das Netz demokratische Strukturen?
  • Wie halten wir Schritt mit der Technologie?
  • Macht Internet süchtig – oder doof?
  • Leben wir besser mit dem Internet?
  • Was müssen wir wissen – woher wissen wir das?
  • Was passiert insgesamt mit unseren Daten?
  • Lässt das Internet den Zufall verschwinden?

Auftakt im Rückblick: Kunstausstellung und 1. KIU-Kunstpreis

Als Idee im Juli 2007 entstanden initiierte art 2.0 im Mai  2008 eine Kunstausstellung mit der Verleihung des 1. KIU-Kunstpreises. Im Vorfeld der Ausstellung “Was ist das Web 2.0?” bewarben sich KünstlerInnen aus Köln und Umgebung mit einem Kurzkonzept. Zugelassen waren alle Ausdrucksformen der bildenden Kunst, auch Aktionskunst. Die Arbeiten und Projekte sollten jedoch nicht nur im Netz sichtbar und erfahrbar sein (Netzkunst), sondern ihren Ausgangs- und/oder Bezugspunkt in der realen Welt finden. Eine Jury mit Fachleuten der Bereiche Technologie, Kommunikation und Kunst wählte sieben Arbeiten aus, die 14 Tage in einem Ausstellungsraum am Hansaring präsentiert wurden. Am Ende der Ausstellung wurde der 1. KIU-Kunstpreis an Oliver Held für seine Aktion „Cookie“ verliehen.

Vernissage art 2.0

Zum Programm zählen beispielsweise:

· Kunstaktionen und Ausstellungen in Firmenräumen (z. B. Ute Vogel: Zeitmanagement. Fotografien von Kalendern und anderen Werkzeugen zur Zeitkontrolle)

· Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung (Referate, Diskussionsrunden; z. B. Adhoc-Workshops), BildungsCamp

· Filmabende und Vorträge (z.B. Open-Source-Film)

Was wir weiterhin vorhaben …

Mittelfristig strebt die art 2.0 eine breite und dauerhafte Zusammenarbeit mit Institutionen aus der Forschung und Bildung, Künstlern und Künstlerinnen, künstlerischen Hochschulen, Galerien und Museen und weiteren Initiativen und Institutionen an, die sich mit dem digitalen Wandel beschäftigen.

Wir Initiatoren sind von der Bedeutung und dem dauerhaften Erfolg einer Plattform wie art 2.0 überzeugt, weil wir von den folgenden Grundüberlegungen ausgehen:

Die breite Akzeptanz und Nutzung des Internets hat weitreichende Folgen auf die Art und Weise, wie wir arbeiten, kommunizieren, denken und leben. Erst allmählich kristallisiert sich heraus, was in diesen Veränderungen steckt. Eine aktive Auseinandersetzung mit der politischen, moralischen, technischen und wirtschaftlichen Prägekraft moderner technischer Medien und insbesondere des Internets ist notwendig.

Der Kunst und den Künstlern – so wie wir sie verstehen – kommt vor dem Hintergrund dieser Aufgabenstellung eine besondere Bedeutung zu:

(1) Künstler sind die Seismographen unserer Gesellschaft. Die Kunst ist ein Experimentierfeld, auf dem jenseits pragmatischer Nutzungsszenarien und rein wirtschaftlichen Interessen Fragen gestellt, Sachverhalte reflektiert und Möglichkeiten ausgelotet werden können.

(2) Kunst hat ein großes sinnlich-konkretes Potential. Die künstlerische Auseinandersetzung ermöglicht die Ansprache eines breiten Publikums, wo ein sonst eher hochspezialisierter Fachjargon und die Fixierung auf die Technik die Diskussion bestimmten.

Weitere virtuelle Orte von art 2.0

art 2.0 BildungsCamp

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